Teil 1
1927 - 1937

Teil 2
1938 - 1957

Teil 3
1958 - 1969

Teil 4
1970 - 1979

Teil 5
1980 - 1987

Teil 6
1988 - 1996

Teil 7
1997 - 2002

 

1997

„Saturday night fever" im Schlosspark - die Pferdenacht unter dem Motto „Reise durch die Kontinente". Als Bocellis Hymne „Time to say goodbye" zu einem Feuerwerk die Show beendete, bedankten sich 20.000 Zuschauer rund um den großen Turnierplatz mit nicht enden wollendem Beifall für den herrlichen Abend. Wieder eine Premiere im Schlosspark: der „Youngster Challenge Cup", eine Prüfung für die besten jungen Pferde der europäischen Zuchtgebiete. Nach Ludger in 1996 triumphierte im Großen Preis sein „kleiner" Bruder Markus Beerbaum auf der Oldenburgerin Lady Weingard. Michael Freund und Kristina Dyckerhoff Michael Freund aus Neu Isenburg, der 1996 die Vierspänner-Wettbewerbe neu belebt hatte, war in den Gespannprüfungen nicht zu schlagen. Monica Theodorescu und Grunox dominierten die erstklassig besetz ten Dressurwettbewerbe. Die Grand Prix Kür wurde erstmals unter Flutlicht am Samstagabend ausgetragen, und von der Weltcup-Gewinnerin Anky van Grunsven und Partout gewonnen. Herrliche Bilder der dampfenden vierbeinigen „Tänzer" im strömenden Regen vor dem barocken Schloss begründeten die Beliebtheit dieser Prüfung für viele Folgejahre. „Ausverkauft" - heißt es schon Wochen vor Pfingsten.

Der WRFC erhielt in Anerkennung seines besonderen Engagements für den Dressursport vom Internationalen Dressage Trainer Club die Auszeichnung „Organizer of the year". Das Wegenetz war neu gestaltet, das Parkviereck angelegt worden. Aufatmen im Vorstand des Clubs - Das Pfingstturnier im Biebricher Schlosspark ist über die Jahrtausendwende hinaus gesichert! Der WRFC erhielt endlich, nach zähen Verhandlungen, einen Zehnjahresvertrag für die Nutzung des Parks. Die Hubertusjagd führte bei herrlichem Wetter durch das herbstliche Weilburger Tal; 70 Reiter mit der Warendorfer Meute - eine Augenweide für die zahlreichen Zuschauer. Der Hubertusball im Kurhaus wurde nach 5 jähriger Pause wieder aufgenommen und war ein großer Erfolg. Die erfolgreichsten Wiesbadener Reiter, an ihrer Spitze die Nauroderin Anja Plönzke (Dressur), wurden geehrt und der Sympathiepreis des Deutschen Reit- und Fahr-Sports „Reiter-Oscar" genannt, an Ludger Beerbaum, Isabell Werth, Bettina Overesch und Christoph Sandmann verliehen. Der „Brillante-Preis", eine besondere Auszeichnung für Fairness wurde der Vielseitigkeitsreiterin Inken Johannsen für einen Startverzicht bei den Europameisterschaften zugesprochen, zu dem sie sich zur Schonung ihrer noch zu jungen Stute „Brillante" entschlossen hatte. Hubertusball 1997 im Kurhaus

1998

Das Internationale Wiesbadener Pfingstturnier mixte nach Jahren der Enthaltsamkeit wieder seinen ersten „Busch-Cocktail", will meinen: erstmals erlebten die Besucher eine internationale Kurzvielseitigkeit mit Topbesetzung im Schlosspark. Dr. Frank Offeney, selbst lange Jahre Vielseitigkeitsreiter auf internationalem Niveau konnte für die Organisation gewonnen werden und stand dem WRFC mit Rat und Tat aktiv zur Seite. Andrew Hoy, der australische Doppel-Olympiasieger, auf Swizzle In entschied mit einem Bilderbuchritt die Prüfung für sich.

Beide Finalprüfungen der Dressur wurden von einer unschlagbaren Isabell Werth (auf Gigolo und Amaretto) gewonnen. Internationales Horseball, Preis der Besten im Voltigieren und der Sieg von Rodrigo Pessoa und Lianos im Großen Preis rundeten die Veranstaltung vor Rekordkulisse (73.000 Besucher) ab.

„Land unter" hieß es im Herbst auf Wiesen und Feldern im Weilburger Tal. Eine Schlechtwetterperiode hatte alles unter Wasser gesetzt und aufgeweicht. Im Bewusstsein seiner Verantwortung für Landschaft und Pferde sagte der WRFC seine traditionelle Hubertusjagd schweren Herzens ab. Der Hubertusball fand in diesem Jahr nur mäßigen Zuspruch. Die Erfolge der aktiven Reiter des Clubs waren 1998 so zahlreich, dass der WRFC in der Rangfolge der Wiesbadener Vereine auf Platz 2 rangierte, besonders hervorzuheben waren Ralf Lange und Philipp Assmus (Springen) sowie Ursula Eufinger-Dörn, Nadine Krug und Isabell Kettner (Dressur).

1999

Der Turnier-Klassiker zeigte sich in neuem Gewand: komprimiert auf drei echte Turniertage erlebten die Besucher im Schlosspark Höhepunkte Schlag auf Schlag. Die Wiesbadener Pferdenacht wurde auf Freitag terminiert und war damit zu einer echten „Eröffnungsgala" geworden. Unter dem Motto „Die Highiights" zeigte die Pferdenacht die besten Schaunummern der vergangen Jahre. Der Dressurausschuß des Weltreiterverbandes FEI tagte in Wiesbaden und stellte die Weichen für die weitere Zukunft des Dressursports. Emil Hendrix und RGB Finesse wurden die Überraschungssieger des großen Preises. Ingrid Klimke auf Windfall konnte die Vorjahressieger des CIC**, Andrew Hoy und Swizzle In, mit einem harmonischen Lehrbuchritt auf Platz 2 verweisen. Die erfolgreichste Dressurreiterin war Isabell Werth. Sie gewann mit Anthony FRH den Special und mit Aleppo die Grand Prix Kür vor dem Spanier Ignacio Ramblas Algarin der mit dem Andalusier-Schimmelhengst Granadero, das Publikum mit spanischer Grandezza zu Kastagnettenklängen bezauberte. Das Turnier klang aus mit einer Zuschauerfete auf dem Turnierplatz. Bei der Hubertusjagd begleitete die Warendorf-Asbach-Meute 70 Teilnehmer bei optimalem Jagdwetter über die Strecke. Horst Merbach, der sich jahrzehntelang um die Organisation der Jagden bemüht hatte, wurde zum Ehrenjagdherren ernannt, die Organisation der künftigen Jagden in die Hände von Ulrich Schneider gelegt, der Horst Merbach bereits seit Jahren unterstützt hatte. Der Jagdausklang in der Reithalle war unter Begleitung der Bläser des Bläsercorps der Reitergruppe Wiesbaden, des Bläsercorps Weiterstadt, des Parforce-Horn Corps Wiesbaden sowie des Bläsercorps des Reit- u. Fahrvereins Idstein eine gelungene Veranstaltung. Aufgrund des geringen Interesses im vergangenen Jahr wurde der Hubertusball nicht mehr ausgerichtet. Wieder gelang es den Turnierreitern des WRFC in der Vereinswertung den 2. Platz unter den Wiesbadener Vereinen zu erringen. In diesem Jahr konnte man insbesondere auf 5 Reiter blicken, die an großen Meisterschaften und internationalen Turnieren erfolgreich teilgenommen hatten: Anja Plönzke (Dressur), Ursula Eufinger-Dörn (Dressur), Isabell Kettner (Dressur) und Philipp Assmus (Springen).

2000

Die Pferdenacht am Freitagabend trug den Titel „Die Symphonie der Pferde". Ein spezielles Musikarrangement wurde dafür komponiert. Einen besonderen Stellenwert hatte in den vergangenen 2 Jahren die Vielseitigkeit bei Zuschauern und Reitern erhalten. Andrew Hoy war einmal mehr der absolute Star der Prüfung. Er wurde auf Swizzle In Sieger und auf Moon Fleet Zweitplazierter des CIC**. Ganz anders im Springstadion: hier triumphierten im Großen Preis mit Ralf Runge und Frederic zur Überraschung aller krasse Außenseiter. Die Finalprüfungen Grand Prix Special und Grand Prix Kür konnten Isabell Werth auf Gigolo FRH und Jürgen Wirths auf Souveraen W für sich entscheiden. Isabell Kettner und Prinz (WRFC) hießen die Sieger der Pony-Dressurprüfungen (Platz 1 mit der
Mannschaft, Platz 3 in der Einzelwertung). Eine „Randsportart" stahl den Stars des Parcours und des Dressurvierecks fast die Show. Die Europameisterschaften im Horseball, die nach Wiesbaden vergeben worden waren, bestachen mit einzigartiger Stimmung, attraktivem rasantem Sport und waren ein zusätzliches und zuschauerträchtiges Highlight. Erwartungsgemäß setzte sich das favorisierte französiche Team eindrucksvoll durch. Die Hubertusjagd konnte leider nicht sehr viele Reiter anziehen. Die Frage ob der geringe Zuspruch den enormen Aufwand rechtfertigt, wurde aufgeworfen. Der WRFC war in der Türniersaison erfolgreichster Wiesbadener Verein. Zu verdanken hatte er dies seinen 5 stärksten Aktiven, allen voran Anja Plönzke (Dressur), die sich kontinuierlich in der Weltrangliste nach vorne arbeitete. Anja Plönzke auf Chopin Ralf Lange (Springen), Dorothee Schneider (Dressur), Philipp Assmus (Springen) und Isabell Kettner (Dressur) trugen ebenfalls zum Erfolg bei.

2001

Nichts ist unmöglich: Pfingsten in Wiesbaden im September! Aufgrund der MKS-Seuche mußte das traditionelle Pfingstturnier vom angestammten Termin in den Herbst ausweichen, was zu programmatischen Umgestaltungen führte. Das CIC** sowie die Gespannwettbewerbe fielen der Verlegung zum Opfer. Premiere erlebte die neu ins Leben gerufene RIDERS TOUR, die auf ihrer vorletzten Station des Jahres in Wiesbaden gastierte. Und wieder war es im Großen Preis ein Newcomer, der den Arrivierten die Show stahl - Emil Tacken (Niederlande) auf Miss Montana, der erst zwei Tage vor Turnierbeginn als Ersatzmann eine Starterlaubnis erhalten hatte. Er verwies den „Altmeister" Hugo Simon auf E.T. FRH auf Platz zwei. Die Dressurbesetzung war hervorragend. Der Grand Prix Special ging an die elegante Schimmelstute Renaissance Fleur unter Monica Theodorescu, die Grand Prix Kür bestimmten vor einem begeisterten Publikum mit Abstand Lisa M. Wilcox und der ausdrucksstarke Rubinsteinsohn Relevant 6. Die Terminverlegung, daraus resultierend ein schwaches Nennungsergebnis, weniger Zuschauerzuspruch, hohe Wiederherstellungskosten des Schlossparks usw. hatten ein tiefes Loch in die Kasse des WRFC gerissen. Die Hubertusjagd stand unter einem wackeligen Stern: sind die Böden zu naß und zu tief oder kann man reiten? Erst am Vortag konnte eine positive Entscheidung fallen. 200 Zuschauer und 40 Reiter konnten einen schönen Jagdtag mit Ausklang in der Reithalle Fasanerie erleben. Die WRFC'ler landeten im Vergleich der erfolgreichsten Wiesbadener Vereine auf Platz 2. Die Hauptpunktesammler waren 2001 wieder Anja Plönzke (Dressur) auch erfolgreichste Wiesbadener Reiterin, Dorothee Schneider (Dressur) und Philipp Assmus (Springen).

2002

Im Jubiläumsjahr des WRFC - 75. Jahre - ein Turnier der Superlative. Im Vorfeld der Weltreiterspiele im spanischen Jerez, präsentierte sich die Creme des Spring- und Dressursports in Wiesbaden. 17 der Top-20 Springreiter am Start und Sport der Extraklasse. „Das hochkarätigste Pfingstturnier seit Jahren," so die einhellige Meinung der internationalen Medien. Die Voltigierer präsentierten sich akrobatisch im „Preis der Besten", von sachkundigem Publikum umlagert und bejubelt. Die Finalprüfungen der Dressur wurden wie folgt entschieden: Grand Prix Special Ellen Bontje auf dem versierten Gestion Silvano N, Grand Prix Kür Isabell Werth mit Antony FRH. Der „Große Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden" ging an einen überglücklichen Ludger Beerbaum und mit ihm an Champion du Lys. Siegerehrung Großer Preis: Ludger Beerbaum, Kristina Dyckerhoff und Oberbürgermeister Hildebrand Diehl. Die RIDERS TOUR präsentierte sich auf ihrer zweiten Station des Jahres erstmals auch mit einer eigenen Team-Wertung für Sponsoren-Mannschaften, die das „WorId-Team" mit Rodrigo Pessoa, Lars Nieberg und Jeroen Dubbeldam, für sich entscheiden konnte. Die Einzelwertung ging an Marcus Ehning und den Paradespringer For Pleasure. Im Rahmen des traditionellen „Schlossempfangs", einer Gemeinschaftsveranstaltung der Landeshauptstadt Wiesbaden und des Wiesbadener Reit- und Fahr-Clubs e.V. im Biebricher Schloß erhielt der Club, in Anerkennung seiner Verdienste um die Landeshauptstadt Wiesbaden, die Stadtplakette in Silber, aus der Hand von Oberbürgermeister Hildebrand Diehl. Die erfolgreichsten Aktiven des WRFC waren 2002 allen voran Anja Plönzke (Dressur), mittlerweile auf Platz 20 der Weltrangliste, Dorothee Schneider (Dressur), Philipp Assmus (Springen) und Nadine Krug (Dressur). In der Vereinswertung belegte der Club wiederum den 1. Platz. Am 2. November fand die Hubertusjagd statt. Der Jagdausklang in der festlich hergerichteten Reithalle Fasanerie, verbunden mit einem zünftigen Helferfest und der 75-Jahr-Feier des Wiesbadener Reit- und Fahr-Clubs e.V. dauerte bis in die frühen Sonntagmorgenstunden. Freundschaftliche Worte der Anerkennung und des Dankes wurden von Hildebrand Diehl, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden, sowie Erika Born, Vorsitzende des Kreisreiterbundes Main-Taunus, an den Club, seine Präsidentin Kristina Dyckerhoff und den amtierenden Vorstand (Vizepräsident Rainer Mosch, Chistoph Eiser, Joachim Kettner, Rolf Schumann, Ulrich Schneider, Frank Rothenberger und Kai Volpert, Sohn der Präsidentin) übermittelt, verbunden mit den besten Wünschen für die erfolgreiche Weiterführung des beliebten Wiesbadener Pfingstturniers. Auf die Frage „ ..... und was machen Sie nach dem Turnier?" gibt es für die Verantwortlichen des Wiesbadener Reit- und Fahr-Clubs e.V. nur eine Antwort: „Das nächste Turnier!" Dass das so bleibt, wünschen sich Zuschauer, Teilnehmer und alle Gönner und Freunde der Veranstaltung weltweit. Bis zum nächsten Jubiläum 2027!

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